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Leseprobe Erstes Bild (Zuhause in der Stube) Kleine ärmliche Stube. Links niedrige Tür, Mitte kleines Fenster mit Ausblick auf den Wald. Rechts alter Ofen. Davor ein wackliger Tisch mit zwei Schemeln. An der Wand hängen Besen in verschiedenen Größen. Hänsel sitzt links vom Tisch (aus der Sicht des Zuschauers) und bindet einen Besen. Gretel sitzt rechts vom Tisch am Ofen und strickt einen Strumpf. Gretel lässt das Strickzeug sinken Ich habe Hunger. Hänsel Bindet gedankenverloren den Besen, bis er seine Hand mit eingewickelt hat. Steht auf. Es ist schon dunkel draußen. Wo bleibt unsere Mutter? Gretelsteht ebenfalls auf Ich kann es nicht mehr aushalten. Es kneift in meinem Bauch. Hänselschüttelt den Kopf Wochenlang essen wir nur hartes Brot. Wenn Mutter nichts mitbringt, müssen wir hungrig ins Bett. Gretellegt tröstend ihre Hand auf seine Schulter Ach was, Hänsel. Glaube mir: Es gibt immer jemanden, der uns hilft. Hänsellacht bitter Liebes Gretel, das sind schöne Worte. Aber wir werden davon nicht satt. Wir haben schon lange nichts Gutes mehr gegessen: Stelle dir einmal vor: Eierkuchen
Gretelschwärmerisch
und Schokoladenpudding. Ich weiß nicht mehr, wie so etwas schmeckt. lacht plötzlich auf Schluss, Hänsel. Weg mit den trüben Gedanken. Komm, wofür haben wir Besen? Wir fegen die Sorgen aus dem Haus. Musikeinsatz: Beide nehmen sich einen Besen und fegen - sich gegenseitig neckend - ausgelassen in Richtung Tür - außer Atem
So gefällst du mir Hänsel. Wenn du jetzt nicht mehr klagst, will ich dir auch ein Geheimnis verraten. Hänselmacht große Augen Ein Geheimnis? Gretelläuft hinaus und kehrt mit einem kleinen Kochtopf zurück Hier. Ein Geschenk von unserer Nachbarin. Hänselmacht einen Luftsprung Reisbrei! Hurra, Reisbrei!! Mein Lieblingsessen. Bitte, lass mich einmal schmecken. Gretelschlägt ihm auf die Hand Schäm´ dich Hänsel. Naschen ist verboten. Hänselschaut Gretel lieb an Nur ein wenig, mir knurrt der Magen.
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