Leseprobe

Plötzlich werden zwei flatternde Hände hinter der Wiege sichtbar. Mit einem Sprung steht das Männchen vor der Königin. Sie weicht erschrocken zurück.

Rumpelstilzchen:
Guten Abend, Königin. Jetzt gib mir, was du mir versprochen hast. Gib mir dein Kind!

Die Königin stellt sich schützend vor die Wiege.

Königin:
Mein Kind? Mein eigenes Kind? Nein!! Nimm, was du willst: Kleider, Schmuck, Gold - nur lass mir mein Kind.

Rumpelstilzchen:
Schmuck habe ich genug, und Gold kann ich spinnen. Ich will etwas Lebendiges! Königin, denke an dein Wort: Versprochen ist versprochen!

Königin:
Liebes Männchen, du hattest damals auch Erbarmen mit mir. Ich mag ohne das Kind nicht mehr leben!

Rumpelstilzchen:
Also gut. Du sollst noch eine Chance haben. Wenn du meinen Namen rätst, sollst du dein Kind behalten. Ich komme nur noch dreimal zu dir. Wenn du am dritten Abend meinen Namen nicht errätst, nehme ich dein Kind mit.

Das Männchen schlüpft hinaus.

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